Grußworte/Stellungnahmen von Mitgliedern
Jochen Kreckel:
Meine Motivation, die Bürgerstiftung zu unterstützen,
beruht auf meiner Grundeinstellung, dass Angelegenheiten der Bürger immer
von diesen besser wahrgenommen werden können, als es eine staatliche
Institution könnte. Leider hat der Staat aber in der Vergangenheit zu viele
Dinge an sich gerissen. Dadurch wurden die Bürger fast entmündigt. Sie
lernten nicht mehr, für die eigenen Belange und auch für diejenigen ihrer
Mitbürger verantwortlich zu sein. Jetzt, wo der Staat sich aus finanziellen
Gründen nicht mehr so stark engagieren kann, entsteht wieder Raum für die
Eigenverantwortung. Eine Bürgerstiftung eignet sich hervorragend, diese
Lücke zu besetzen und auf der Ebene der Bürger untereinander soziale
Verantwortung wahrzunehmen. Es zeigt sich allenthalben, dass die Möglichkeit
erkannt und genutzt wird. Die Politik stärkt diesen Prozess durch die
Verbesserung steuerlicher Rahmenbedingungen.
Ich finde es großartig, wie schnell sich diese gute
Idee durchsetzt.
Ralf Kurtenacker:
Als „alter Remagener“ habe ich in den letzten Jahren
mit Betroffenheit feststellen müssen, dass die zunehmende soziale Kälte der
Gesellschaft, die wirtschaftlichen Sorgen und Nöte und letztlich auch das
Diktat der leeren öffentlichen Kassen vor unseren Stadtgrenzen nicht halt
gemacht haben. Ob bei der Jugend oder den Senioren, bei Vereinen oder
Institutionen, ob bei der Denkmalpflege, der Heimatpflege oder der
Traditions- und Brauchtumspflege – in allen Bereichen entwickeln sich
Bedürfnisse, die nicht (mehr) befriedigt werden können.
Oftmals bedarf es nur eines Anstoßes und/oder einer
kleineren finanziellen Aufwendung, um hier zu helfen.
Die Bürgerstiftung Remagen ist angetreten, diese Lücke
zu füllen und zukünftig Schritt für Schritt – auf Basis von
Spendeneinnahmen, möglichen testamentarischen Zuwendungen o. ä. – durch
individuelle Hilfe und Unterstützung in unserer Heimatstadt das eine oder
andere Stück an Solidarität und Lebensqualität zu erhalten.
Gerade das breite Spektrum an Möglichkeiten, welches
die Stiftung bietet, um von Bürgern für Bürger etwas zu tun, macht die
Bürgerstiftung Remagen für mich so einzigartig.
Rosmarie Feuser:
Ich weiß, das ganze Jahr über und besonders in der
Vorweihnachtszeit wird an das „gute Herz“ in uns appelliert und um Spenden
gebeten. Ob es die kirchlichen Aktionen „Brot für die Welt“ und „Adveniat“
sind oder „Ärzte ohne Grenzen“, „SOS Kinderdörfer“, die Liste wäre endlos
fortzusetzen. Und nun mache ich mich hiermit auch noch für die
„Bürgerstiftung Remagen“ stark.
Seit Sommer 2005 ist die Stiftung aktiv. Wir konnten
schon manchen Vereinen, Dorfgemeinschaften, Kindergärten und
hilfsbedürftigen Mitbewohnern Remagens mit einer finanziellen Unterstützung
weiterhelfen – gerade dies ist uns Ansporn für die Zukunft. Durch die tätige
Mitarbeit in der Bürgerstiftung ist mir erst bewusst geworden, wie viele
Menschen es in unserer Stadt gibt, die auf Hilfe angewiesen sind. Es ist
nicht nur das Finanzielle, welches Not tut, auch die menschliche Ansprache,
die stundenweise Betreuung, wird als sehr, sehr positiv empfunden. Ermutigt
durch diese ersten Schritte und um Sorgen und Nöte aus „erster Hand“ zu
erhalten, hat die Bürgerstiftung eine Geschäftsstelle eröffnet, wo man seine
kleinen und großen Sorgen und Nöte vorbringen kann. Wenn es in unserer Macht
steht, versuchen wir zu helfen bzw. Hilfestellung zu vermitteln.
Elga Sausmikat:
Warum ich die Bürgerstiftung gut finde? Mitglied
wurde? Gespendet habe? Weil damit eine Institution geschaffen wurde, mit
Hilfe derer man sich um die „eigenen Leute“ kümmern kann. Um die, die nicht
auf der Sonnenseite leben, aber im eigenen Umfeld, so dass es uns was
angehen sollte ...
Warum in die Ferne schweifen, wenn das, was nicht immer
nur gut ist, so nah liegt! Mitglied wurde ich, weil ich mir davon Einfluss
verspreche, wenn ich glaube, dass ich ihn brauche, da und dort und ab und
zu, wo etwas im Argen liegt und mir das zu Ohren kommt.
Herbert Breuer:
Eine Gemeinschaft wird nur dann funktionieren, wenn
möglichst viele Menschen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv
einbringen. Dies kann auf vielfältige Art und Weise geschehen. So z. B.
durch ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen oder Institutionen.
Mit der hervorragenden Idee, eine Bürgerstiftung in
Remagen zu errichten - übrigens die erste und bisher einzige im Kreis
Ahrweiler – schuf Bürgermeister Herbert Georgi eine weitere Alternative für
all diejenigen, die Mitverantwortung für das Gemeinwesen in der Stadt
Remagen übernehmen wollen.
Für mich persönlich, der ich seit über 30 Jahren mit
meiner Familie in Remagen wohne und mich dort sehr wohl fühle, stellt die
Bürgerstiftung die richtige Plattform dar, mich für das Gemeinwohl in
unserer Stadt zu engagieren und meinen Beitrag zu leisten, wünschenswerte
Projekte und Vorhaben in der Gesamtstadt Remagen – für die kommunalerseits
keine Mittel zur Verfügung stehen – zu realisieren. Ich würde mich sehr
freuen, wenn möglichst viele Bürger oder Firmen durch ihre Mitgliedschaft
die Ziele der Bürgerstiftung Remagen unterstützen.
Frans Vermee:
Unser Motto lautet: „Wir möchten helfen!“ – Aus diesem
Grund sind wir Mitglied der Bürgerstiftung Remagen.
Dr. Frank Bliss:
Ich bin Mitglied der Bürgerstiftung, weil es z. B. bei
der Jugendarbeit, bei der Unterstützung von alten Menschen oder im
Kulturbereich viele Dinge zu tun gibt, die die Stadt oder eine andere
öffentliche Stelle derzeit nicht leisten können. Gerade bei der
Unterstützung alter Menschen gibt es so viel zu tun. Die Bürgerstiftung als
eine Einrichtung von Bürgern für Bürger kann bei Dingen helfen, für die man
sich ungern „beim Amt“ bemüht oder die einfach im staatlichen Bereich nicht
vorgesehen sind. Die Stiftung kann Hilfe beim Einkaufen vermitteln oder den
Besuch bei einsamen Menschen.
Hans-Joachim Bergmann:
In der Solidarität der Remagener Bürger zeigt sich der
Wille, unterschiedlich soziale Gegebenheiten anzugleichen. Geben, um zielgerichtet zu helfen, sollte Ansporn zur Mithilfe sein.